Wie kann man berufliche Fähigkeiten durch künstlerisch-kreatives Arbeiten entwickeln? Zu dieser Thematik habe ich als diplomierter Kulturpädagoge und Bildhauer zahlreiche Qualifizierungsseminare ausgearbeitet und in Zusammenarbeit mit der Industrie und Institutionen angeboten.
1995 starteten diese Projekte erfolgreich bei den Konzernen
Henkel und Bayer, wo sie sich schnell etabliert haben und nun ständig stattfinden.
Weitere Projekte wurden auch in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für
politische Bildung angeboten.
Beispiel 1:
Kulturwerkstatt
Förderung der Schlüsselqualifikationen durch künstlerisches
Arbeiten zur Vorbereitung auf ein Ausbildungsverhältnis.
Zielgruppe
Das Förderprojekt arbeitet mit Jugendlichen, die schulisch schlecht
auf selbstständiges Arbeiten und die Fähigkeit, zu planen, vorbereitet
sind. Sie werden mit zu hohen Erwartungen an personelle und soziale
Kompetenz, Eigenständigkeit und Kreativität konfrontiert und überfordert.
Ihre berufliche Integration ist damit gefährdet.
Ziel
Der tief greifende strukturelle und technologischen Wandel in
der Arbeitswelt und die Neuordnung der Ausbildungsberufe hat
dazu geführt,
dass in der beruflichen Bildung die so genannten Schlüsselqualifikationen
eine wichtige Rolle spielen. Schlüsselqualifikationen erleichtern das
Erlernen von Fachwissen und fördern das aktive Lernen. Im modernen Verständnis
von Berufsausbildung sollen die Jugendlichen von der Fremdbestimmung
zur Selbstbestimmung und vom Abwarten zum Handeln angeleitet
werden.
Arbeitsweise
Es gibt in der künstlerischen Arbeit kein richtig oder falsch. Ihr gesundes
Misstrauen macht die Jugendlichen sehr sensibel für alle pädagogischen
Aktionen, die ausschließlich von ihrem persönlichen Defizit ausgehen.
Der Kulturpädagoge nimmt die Ressourcen wahr, vermittelt eine Wertschätzung
und bezieht sie als einen der wichtigsten Faktoren in den künstlerischen
Prozess ein. Ausgehend von ihren Ressourcen, sind die Jugendlichen
eher bereit, sich auf Lernprozesse einzulassen.
Neben den Schlüsselqualifikationen wird im Projekt Prozessdenken geschult.
Persönliches Potential wird dabei für die jungen Menschen erlebbar
und stärkt ihr Selbstbewusstsein.
Die erworbenen Fähigkeiten und gemachten Erfahrungen lassen sich anschließend
auf diverse Lebens- und Arbeitssituationen übertragen. Wichtiges Ziel
dabei: eine nachhaltige Langzeitwirkung.
Beispiel 2:
PEGASUS
Persönlichkeitsentwicklung in der Grundausbildung durch Sinnesschulung
und Schlüssel-qualifizierung.
Zielgruppe
Auszubildende der chemisch/technischen Industrie
Ziel
In diesem Seminar sollen sich die Auszubildenden ihrer sozialen
und berufsspezifischen Fähigkeiten bewusst werden und diese stärken.
Für die verschiedenen Berufsgruppen gibt es individuelle Themenkombinationen.
Dabei setzen sich kreative Übungen mit den folgenden Schlüsselqualifikationen
auseinander:
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Anfragen und weitere Informationen unter Tel.: 02 28 - 9 63 74 37
oder seminare@sinnbild.net


